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Der Islamisierung Europas offensiv begegnen
Täglich erleben wir neu, welche Herausforderung die muslimische Welt für den Westen und besonders für uns Christen darstellt.
Das Thema Islam wird die Völkerfamilie in Zukunft immer mehr beschäftigen. Mit großer Geschwindigkeit wächst auch der Druck des Islam auf Europa. Ohne Angstmacherei zu betreiben, nimmt Weihbischof Dr. Andreas Laun
die Lage ernst und öffnet den Blick für die entscheidenden Aufgaben, die sich daraus für uns Europäer ergeben. Die Notwendigkeit, ein geordnetes Zusammenleben mit den Muslimen im christlichen Abendland aufzubauen,
bietet seiner Meinung nach auch Chancen. Schon jetzt zeigen die gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen: Eine müde gewordene Kultur wird aufgeweckt.
Von Weihbischof Andreas Laun, Salzburg
I. Die Ausgangslage
Vor einiger Zeit meldete die Wiener Zeitung Die Presse eine Statistik, die besagt: Innerhalb von 25 Jahren werden in den EU
Raum rund 150 Millionen Menschen einwandern, und zwar aus wirtschaftlichen Gründen. Zudem: Es werden in überwältigender Mehrheit Muslime kommen.
Aus den genannten Zahlen ergibt sich auf jeden Fall Folgendes:
Die Muslime werden ein ständig wachsender Machtfaktor sein. Da sie sogar dann, wenn ihre Geburtenrate bei uns in Europa sinken
sollte, immer noch mehr Kinder haben werden als die europäischen Christen, werden sie erst recht an Macht gewinnen.
Daraus ergeben sich mit großer Dringlichkeit einige Fragen
- Wie werden die Muslime mit ihrer Macht in Europa umgehen?
- Was sagen sie selbst mit Blick auf Europa über ihre Zukunftserwartungen?
- Nach welchen Kriterien können wir uns ein begründetes Urteil bilden?
- Wie sollen wir uns verhalten?
II. Kriterien der Beurteilung
Einige unbezweifelbare Fakten bieten sich zur Urteilsbildung an:
- Die Medien melden derzeit fast jeden Tag eine neue Bluttat, für die irgendeine islamische Gruppe die Verantwortung übernimmt.
Verantwortung vor wem? - fragt man sich unwillkürlich. Vor allem aber: Die muslimischen Stimmen, die diese Verbrechen verurteilen sind nicht sehr zahlreich und nicht sehr lautstark.
- Den Rechten der Muslime in Europa stehen keineswegs gleichwertige Rechte der Christen in den islamischen Ländern gegenüber.
- Mit den Menschenrechten (vor allem in Fragen der Religionsfreiheit und bezüglich der Frauen) ist es bei den Muslimen in den meisten
Ländern schlecht bestellt. Dass es auch bei uns schlimme Defizite (zum Beispiel im Bereich des Lebensschutzes) gibt, ist nicht ein schwacher, sondern überhaupt kein Trost.
- Der Koran enthält zwar beruhigende, aber auch höchst besorgniserregende Stellen, mit denen sich Gewalt gegen Ungläubige gut begründen
lässt. Dabei fehlt eine Autorität, die den Koran normativ auslegen könnte. Darum sind diese Koran-Passagen keineswegs zu vergleichen mit bestimmten Stellen der Bibel, deren Auslegung längst geklärt und, gemessen
am Buchstaben, entschärft sind.
- Muslime unterscheiden nicht Gott und Kaiser, Kirche und Staat. Hält man dazu, dass führende Muslime immer wieder sagen, ihr Ziel
sei ein islamisches Europa, kann das nur heißen: Zumindest bestimmte Kreise wollen ein Europa unter islamischer Gesetzgebung.
- In der Vergangenheit haben die Muslime zwei Gesichter gezeigt: In manchen Gegenden der Welt und zu bestimmten Zeiten haben Muslime
mit den Christen und Juden friedlich zusammengelebt. Daneben gibt es aber auch eine muslimische Blutspur durch die Geschichte hindurch. Das könnte man, was die reinen Fakten betrifft, zwar auch von den Christen
sagen, aber mit einem Unterschied: Die Christen werten die Blutspur als ihre eigene Schuldgeschichte. Dass die Muslime ihre Bluttaten auch als Schuld sehen, würde ich gerne hören.
- Europa ist kein christliches Land mehr, sondern weitgehend heidnisch. Unser heutiges Hauptproblem, der Geburtenmangel, ist Folge der
widerchristlichen Politik u. Bewusstseinsbildung in Europa.
III. Das Ziel: das friedliche Miteinander
Es gibt keine Alternative zum Frieden. Die Christen und andere Europäer können nicht anders als alles versuchen, um mit den
Muslimen auf der Basis einer guten Rechtsordnung zu einem friedlichen Miteinander zu gelangen Ein Kernstück dieser Friedensordnung muss jene Freiheit in Fragen der Religion sein, die das Zweite Vatikanische Konzil
so eindrucksvoll und klar formuliert hat.
Zugleich darf es das Bestreben der Christen sein, den muslimischen Druck abzuschwächen durch eine Politik, die die Geburtenraten
der Christen wieder ansteigen lässt.
Die Christen dürfen ein christliches Europa wollen, weil ein christliches Europa Muslimen die Freiheit gibt, aber umgekehrt ein
muslimisches Europa nach muslimischer Lehre und Praxis die Christen wahrscheinlich zu Dhinnis, zu Bürgern zweiter Klasse, wird machen wollen.
Das Konzil hat - und das bleibt gültig - gemahnt, in der jeweils anderen Religion auch und vor allem das Gute und Wahre ins Auge
zu fassen und nicht nur das, was mit dem Christentum unvereinbar ist. Zudem hat es uns ermuntert, die Vertreter der anderen Religionen nicht als Feinde zu denken, sondern in ihnen die Brüder und Schwestern des
einen Gottes zu sehen und mit ihnen das Gespräch zu suchen.
So weit so richtig und so wegweisend. Aber die Kirche verlangt von den Gläubigen auch nicht Blindheit gegenüber den Irrtümern,
Schwächen und gefährlichen Elementen des Islam. Sie lehrt nicht, der Islam sei gleich gut wie das Evangelium Jesu Christi. Ebenso behauptet sie nicht, der Islam wäre eine abrahamitische Religion so wie dies von
den Juden und Christen gesagt werden kann. Denn der Ibrahim im Koran unterscheidet sich deutlich vom Abraham der Bibel. Die Muslime verehren ja auch Jesus als Prophet, aber sie sind ebenso blind für den wahren
Jesus - wie für den wahren Abraham. Deswegen sind sie weder eine abrahamitische noch eine christliche Religion.
Das Gute im Islam zu sehen, ist eine Sache, eine andere, tatenlos zuzusehen, wie sich das christliche Europa in ein islamisches
Land verwandelt. Im Gegenteil: Unerschütterlich bleibt sie dabei, dass alle Menschen, auch die Muslime, an Jesus glauben und also Christen werden sollten.
IV. Zwei mögliche Szenarien
Wie wird Europa in 50 Jahren aussehen? Niemand weiß eine genaue, sichere Antwort. Zwei Grundvisionen sind denkbar, mit vielen
Mischformen:
1. Das best-case-Szenarium
Auf Grund ihres hohen Bevölkerungsanteils bekommen die muslimischen Parteien Europas eine große Macht, aber sie haben unsere
Rechts- und Werteordnung schätzen gelernt und das Miteinander von Muslimen und Christen funktioniert in etwa in dem Sinne, wie wir Europäer es uns wünschen.
Die Muslime werden den Christen sogar helfen, gegen die Atheisten bestimmte Dinge wieder in Ordnung zu bringen: Mit ihrer Hilfe lässt sich die Pornographie eindämmen, die Abtreibungsgesetze werden abgeschafft und Absurditäten wie eine Homo-Ehe gehören nur noch ins Kuriositäten-Kabinett der Rechtsgeschichte.
Im idealen Fall entsteht gleichzeitig ein intensiver Dialog der Religionen, und viele Muslime lassen sich auf Grund der Erfahrung
mit echten Christen und unter dem Eindruck der Überlegenheit des Evangeliums im Vergleich mit dem Koran taufen. Möglicherweise weckt die herausfordernde Präsenz des Islam die Christen auf und sie entwickeln mit der
Hilfe Gottes neue missionarische Kraft.
So kann man sich die Zukunft ausdenken Die Frage ist nur, ob das nicht alles einem Wunschdenken entspricht, das in Wirklichkeit
der Unwilligkeit der Europäer entspringt, die sich in ihrem bequemen Leben nicht stören lassen wollen nach dem Motto: Die Muslime sollen nur kommen und brav arbeiten, sich unauffällig verhalten und nicht lästig
sein. Oder anders gesagt: Die Muslime sollen werden wie wir, sie sollen ihre Religion für eine Privatsache halten, wie wir es mit der unseren tun, und sie dementsprechend behandeln.
2. Das worst-case-Szenarium
Möglich ist aber auch, dass die Muslime ab einem gewissen Bevölkerungsanteil die bestimmende Kraft Europas werden und dann ein
islamisches Europa durchsetzen wollen. Vielleicht nicht ein radikal muslimisches Europa, aber was heißt radikal und worin besteht ein nicht radikaler muslimischer Staat? Islamisches Europa light? Wie würde
es ausschauen? Was bedeutet es für die Juden und Christen, für die Frauen, für den Umgang mit islamisch unerwünschten Gruppen? Sollten sich die künftigen Großeltern schon jetzt darauf einstellen, dass ihre
Enkelinnen vielleicht Tschador tragen müssen? Wann wird der erste deutsche Dom in eine Moschee verwandelt werden wie seinerzeit die Hagia Sophia, bei der eine solche Umwandlung jahrhundertelang ebenso für undenkbar
gehalten wurde wie heute z.B. in Bezug auf den Kölner Dom?
Niemand kann ausschließen, dass in einem islamisch dominierten Europa radikale Kräfte an die Macht kommen und aus Europa ein
durch und durch islamisches Land machen wollen. Es mag nicht sehr wahrscheinlich sein, ausschließen kann man es aber nicht.
V. Was wir Juden und Christen in Europa tun sollten
Wenn man die Islamisierung Europas für gleichgültig hält, wird man nichts tun. Wer aber denkt, eine solche Entwicklung wäre ein
großer Verlust und Rückschritt, wird sich fragen, was man tun kann, um sie aufzuhalten. Einige Programme sind zu nennen:
1. Das Kräfteverhältnis ändern: durch Kinder
Da alle Menschen, gleich, welcher Religion sie angehören, an den Folgen der Erbsünde leiden, ist es naiv anzunehmen, die Muslime
würden ihr politisches Gewicht nicht zur Gewinnung von Machtpositionen einsetzen. Dagegen kann man im 21. Jahrhundert nicht mehr zu irgendwelchen Kreuzzügen aufrufen. Aber die Christen sollten einfach dasselbe tun,
was die Muslime tun: Kinder zeugen, mehr Kinder zeugen als die Muslime. Mussten die Christen damals bei der Türkenbelagerung Wiens gegen die Janitscharen antreten, so haben sie es heute ungleich besser. Das
Kräftemessen, könnte man sagen, ereignet sich heute im Ehebett. Die Österreichisch-Ungarische Monarchie ist, so hat man früher gesagt, groß geworden mit dem Grundsatz: Alii bella gerant, tu, felix Austria,
nube! (Mögen andere Kriege führen, du, glückliches Österreich, heirate!) Heute könnte man allen Europäern zurufen: Natürlich keine Gewalt, aber heiratet und zeugt Kinder, viele, viele Kinder!
Die Fachleute sagen, das ginge nicht? Merkwürdig, wir waren noch nie so reich wie heute, aber man will uns einreden, wir
könnten uns die eigene Zukunft nicht mehr leisten, nicht einmal das Überleben?
Es ist bitter ernst: Wir brauchen Kinder. Zu antworten, die Frauen müssten doch selbst bestimmen können und das Recht haben,
einen Beruf zu ergreifen, auch ohne Kinder, entspricht zwar dem, was man heute denkt, ist aber dennoch weltfremd. Wer spricht, wenn es brennt, vom Menschenrecht darauf im Bett liegen bleiben zu dürfen? Was haben
die Frauen im zerstörten Deutschland nach dem Krieg getan? Haben sie davon geredet, dass jede das tun können müsse, was sie freut und wodurch sie sich selbstverwirklicht?
Nein, die Trümmerfrauen haben getan, was getan werden musste, nicht das, was sie freute. Mit der Not lässt sich nicht diskutieren. Das gilt natürlich für Männer genauso wie für Frauen: Sie müssen wieder bereit sein, Vater zu sein, Vater mehrerer Kinder.
Angewandt auf unsere Lage: Heute fehlen uns Kinder, es ist fünf vor zwölf oder schon später. Also müssen wir die Ehepaare
anflehen, mehr Kinder zu bekommen - und alles tun, dass sie es auch können.
Die Politik der letzten Jahrzehnte hat es ihnen schwer gemacht und sie geradezu abgeworben. Daher müssen die Politiker umdenken
und die Frauen gesetzlich so absichern, dass sie wieder Kinder bekommen können, ohne dabei zu verarmen Das soll nicht möglich sein? Wirklich nicht? Heute, wo wir reicher sind denn je? Wenn eine neue,
kinderfreundliche Politik Frauen ermöglicht, den Beruf als Mutter zu ergreifen, schafft sie damit auch neue Arbeitsplätze. Die Mehrzahl der jetzt in der Wirtschaft tätigen Frauen wird diese Neuorientierung schon
deswegen nicht bereuen, weil ihre unbewegliche, eintönige 8-Stunden-Tätigkeit hinter einer Kasse oder vor einem Bildschirm bei weitem nicht so erfüllend ist wie das Management einer fröhlichen Kinderschar -
vorausgesetzt, die Mutter wird gegenüber den kinderlosen Frauen nicht weiterhin diskriminiert wie bisher:
Wenn wir wieder genug Kinder haben, können wir mit den Muslimen über Europa auf gleicher Augenhöhe reden und verhandeln. Wenn wir
die Minderheit sind und ständig noch weiter zur Minderheit schrumpfen, dann, fürchte ich, werden wir mehr und mehr zu Befehlsempfängern. Das war in der großen Weltpolitik immer so, und die heutige Entwicklung der
USA beweist es noch einmal: Der Mächtige schafft an. Man kann den Muslimen nicht einen Vorwurf machen, die Macht zu benützen, die wir ihnen überlassen.
2. Christliche Einwanderer ins Land holen
Es wird schwierig sein, ist aber vielleicht doch nicht so unmöglich, wie es aussieht. Wir sollten die religiöse Zugehörigkeit in
der Auswahl der Einwanderer berücksichtigen.
Nicht, um Muslime zu diskriminieren, sondern einfach deswegen, weil wir die Reibungsfläche zwischen einheimischer Bevölkerung und Einwanderern so klein als möglich halten sollten - das zu wollen, ist nicht unmoralisch. Vielleicht wird es sehr schwierig sein, weil auch die östlichem Länder grauenhafte Abtreibungszahlen und eine dementsprechend katastrophale Geburtenrate haben. Zudem wurden die Menschen ja viele Jahrzehnte hindurch atheistisiert und haben nur roch christliche Spurenelemente in sich. Dennoch, nachdenken sollte man darüber. Wo könnte es noch christlich sozialisierte Menschen geben, die wir einladen könnten, zu uns zu kommen? Im Kongo ist die Bevölkerung um ein Beispiel zu geben, zu über 50 % katholisch.
3. Lebensverneinende Gesetze abschaffen
Die demographische Situation Europas ist dramatisch, wenn man an ihre schon jetzt deutlich spürbaren Folgen denkt: Die
Alterspyramide steht auf dem Kopf, die Pensionen werden unfinanzierbar, Euthanasie-Befürworter stützen ihre Argumente auf wirtschaftliche Überlegungen - und die Islamisierung schreitet fort. Sogar wenn sie keinen
moralischen Skandal darstellten: Alle Gesetze, die Abtreibung begünstigen, und alle Propaganda zugunsten jener Mentalität, die im Kind vor allem eine zu verhütende Gefahr sieht, müssten dringend verboten werden -
ähnlich wie das Entzünden von Lagerfeuer in einem trockenen Wald.
4. Dialog
Auf geistigem Gebiet bedarf es des intensiven Dialoges. Inhalt dieser Gespräche müsste vor allem wie ein stets wiederkehrendes
Ceterum censeo ... die Glaubens- und Gewissensfreiheit sein, wie das Zweite Vatikanum sie gelehrt hat.
Völlig widersinnig wäre es, den Muslimen die liberalen Positionen einreden zu wollen, die da lauten: Alle Religionen sind gleich, Wahrheit gibt es keine... Nein, die Muslime dürfen ihren Glauben behalten wie wir den unseren. Gemeinsame Grundlage unseres Dialoges ist es, dass es auch in Fragen der Religion Wahrheit gibt. Aber eine dieser Wahrheiten lautet: In Fragen der Religion darf niemand gezwungen werden.
5. Mut und Konsequenz
Wenn muslimische Gruppen oder einflussreiche Personen nicht bereit sind, die Glaubens- und Gewissensfreiheit, dieses wichtigste
Menschenrecht aller Menschenrechte, anzuerkennen - bis hin zu konkreten Rechten wie dem Recht, den Islam aufzugeben! -, dann müssen wir sie höflich und bestimmt bitten, in ihre angestammte Heimat zurückzukehren.
Es geht nicht an, dass wir Menschen einbürgern, die ihre Ablehnung fundamentaler Menschenrechte uns schon vorweg ankündigen. Die Annahme, sie werden es vielleicht doch nicht so ernst meinen, ist hoch gefährlich, wie die Geschichte auch anderer Geistesströmungen immer wieder gezeigt hat. Herr Biedermann und die Brandstifter lässt grüßen!
Werden Muslime durch all diese Überlegungen diskriminiert?
Nein, keineswegs. Wenn ein islamisches Land genau so mit uns Christen umginge, wäre ich hoch zufrieden! Dabei sollen sich die Muslime um die Islamisierung der Christen bemühen dürfen und die Christen um die Taufe aller Muslime - aber alles im Geist der Freiheit und der Brüderlichkeit. Europa hat sich im 20. Jahrhundert nicht mehr durch Kriege, sondern mit Verträgen vereint. Warum sollte es ausgeschlossen sein, dass sich die Muslime zu Jesus Christus bekehren? Ich gebe zu, es ist innerweltlich unwahrscheinlich, aber was ist schon unmöglich für Gott?
6. Neuevangelisierung
Einer Fiktion müssen wir den Kampf ansagen: Die Muslime bedrohen nicht ein christliches Europa, sondern ein entchristlichtes
Europa. Auch ist die Frage: Wäre ein muslimisches Europa wirklich so viel weniger gut als ein atheistisches? Nein, nicht die Muslime bedrohen uns, sondern die atheistischen, agnostischen Europäer bedrohen
Europa, weil sie unser aller Suizid vorbereiten, indem sie Wellness mit Leben vertauschen und verwechseln. Das Problem ist nicht die Stärke der Muslime, sondern v. a. die Schwäche der Europäer, v. a. die Lähmung
durch die Atheisten unter ihnen.
Tiefste Ursache des Geburtenrückgangs ist der Atheismus.
Daher bedarf es der Neuevangelisierung. Wenn diese im großen Umfang scheitert, sehe ich nicht, wie Europa zu retten sein könnte. Man mache den Muslimen keinen Vorwurf. Warum sollten sie in ein mehr und mehr verödendes Europa nicht einwandern, warum es nicht in Besitz nehmen wollen? Welche Kultur bei uns sollte sie beeindrucken? Unsere modern-absurden Kunstwerke aus Schrott? Unsere Homo- Ehen? Die sexuelle Unmoral, die wir unseren Kindern in der Schule lehren? Unser modernes Theater, in dem die Schauspieler auf Toiletten sitzen müssen? Unsere Weigerung, Gott und Sein Gesetz öffentlich auch nur zu nennen? Die Liberalität, mit der wir die christliche Religion verhöhnen und beschimpfen lassen? Den Zynismus, mit dem Ethikkommissionen die Tötung unserer eigenen Kinder vor der Geburt legitimieren?
Wir können das alles nicht ändern? Wir können uns die Kinder nicht leisten? Wäre unser Trinkwasser vergiftet, würden wir auch
sagen: Die Reinigung können wir uns nicht leisten? Schade, wenn es wirklich so ist, werden wir zugrunde gehen - aber ist es dann eigentlich so schade um uns? Armes Europa! Gebe Gott, dass es nochmals aufwache!
Kirche heute 5/2004, S. 4-8
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