Kanzlerin Baerbock? Der grüne Vormarsch

Im Gegensatz zu Österreich, wo auch Regierungsbündnisse „Mitte-Rechts“ möglich waren und – prinzipiell – auch zukünftig (vermutlich) sein werden, verhält es sich in der Bundesrepublik Deutschland anders: Hier kommen auf unabsehbare Zeit und vor allem im Hinblick auf die Bundestagswahl im September 2021 nur noch Regierungen mit mehr oder weniger starker Beteiligung der Linksparteien (SPD, Grüne und Die Linke) in Frage. Ein bürgerliches Regierungsbündnis – bestehend aus CDU/CSU, FDP und AfD – eigentlich mehrheitsfähig, kann auf Grund einer auch von der Union ängstlich betriebenen und demokratiewidrigen Dauerausgrenzung der AfD bis auf Weiteres nicht verwirklicht werden. Bernd Kallina hat im Wiener Wochenmagazin „Zur Zeit“ (Nr. 18/21) die Lage analysiert:

Robert Habeck fand „Vaterlands-Liebe stets zum Kotzen“

Es hat dem schriftstellernden Politiker aus Schleswig-Holstein nichts genützt: Obwohl er sich zur tragenden post- und antinationalen DNA der deutschen Grünen stets unmissverständlich bekannte, dass er nämlich „Vaterlandsliebe stets zum Kotzen fand und noch nie etwas mit Deutschland anzufangen wusste“, musste Robert Habeck dem faktisch herrschenden Feminat in seiner Partei bei der Wahl zum „Spitzen-Kandidaten“ zur Bundestagswahl 2021 Rechnung zollen. Das erwartbare Ergebnis: Der Sieger ist eine Siegerin und heißt nunmehr Annalena Baerbock, eine junge Frau ohne jegliche Regierungserfahrung. Die maßgeblichen Akteure der bundesrepublikanischen Mainstream-Medien, schon seit Jahrzehnten als PR-Agentur für rot-grün gefärbte Themenvielfalt rund um die Uhr sendefreudig, haben in ihr die Lieblingspolitikerin des Herzens gefunden. Das ging sogar nach einem durchsichtigen Werbe-Interview mit bzw. für Baerbock soweit, dass Fernseh-Journalisten von PRO-SIEBEN sich mit einem beifälligen Klatschkonzert vor laufender Kamera bei der 40jährigen Ex-Trampolin-Springerin überschwänglich bedankten. Selbst die Bild-Zeitung fand diese distanzlose Anbiederung beschämend. Doch überraschend sind diese Einstiegs-Szenen in den bundesdeutschen Vorwahlkampf nicht. Wer einen kritischen Blick in den 137seitigen Programmentwurf „Deutschland – Alles ist drin“ der Grünen wirft, wird fündig.

Die Partei, heute mit einer Mitgliederzahl von fast 100.000 bemerkenswert erstarkt, strebt einen fundamentalen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft an und kann dabei an regierungsamtliche Vorarbeiten der linksgestrickten Merkel-Union mühelos anknüpfen: Ob Klima- und Energiepolitik, siehe Atomausstieg, faktische Beendigung der Wehrpflicht, Homo-Ehe plus Quotenregelungen, Dauer-NS-Bewältigung und schrilles Kampf-Gegen-Rechts-Getöse, Antirassismus sowie uferlose Einwanderungsbefürwortung: Die bündnisgrüne Agenda zeigt eine tiefrote Einfärbung der bekannten Richtungen, alles in einer wohlfeilen Umarmungssprache formuliert, die dann z.B. so klingt „Unsere Staatlichkeit soll bunter und feministischer werden“, oder „Ökologie und Ökonomie“ sollten sich vereinen. Aus dem bunten Vielerlei der grünen Veränderungs-Check-List, hier einige Kostproben:

  • Der Verbrennungsmotor soll zu Gunsten des Elektroautos verschwinden, d.h. „Adieu traditionelle Autoindustrie incl. deren Arbeitsplätze!“

  • Die EU soll ein „Instrument für eine dauerhafte, eigene Fiskalpolitik“ erhalten, sprich: in einer Schuldenunion landen. Der deutsche Steuerzahler lässt grüßen;

  • der „Rechtsextremismus“ soll bekämpft werden, ein Kapitel über „Linksextremismus“ sucht man vergeblich. Denn linksextreme Strömungen in Tateinheit mit einem nach innen gerichtetem antideutschen Rassismus („Nie wieder Deutschland!“, so die grüne Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth) müssten dann bis weit in den eigenen Reihen geahndet werden;

  • ein Plädoyer gilt verstärkten „Einbürgerungen“. Von Migranten-Kriminalität und ihrer vorbeugenden Bekämpfung durch Drosselung illegaler Zuwanderung ist keine Rede, von konsequenter Abschiebung abgelehnter Asylbewerber selbstredend auch nicht;

  • dafür soll die „Außen- und Entwicklungs- und Sicherheitspolitik feministisch sein“, d.h. in allen diplomatischen Verhandlungen sowie im Europäischen Auswärtigen Dienst wird eine 50-Prozent-Quote für Frauen gefordert und

  • eine zusätzliche Variante von deutscher Dauer-Vergangenheitsbewältigung soll durch Grünlicht-Bestrahlung schuldbewusst aufbereitet werden: das koloniale Zeitalter in Form von gemeinsamen Geschichtsbuch-Kommissionen mit ehemaligen Kolonialstaaten.

Wird das alles ganz oder nur teilweise umgesetzt, heißt das: Regulierung, Bevormundung, massive Einschränkung von Bürger-Freiheiten und ökonomisch kostspielige Verwerfungen im Staatshaushalt. Aber: Wollen die Bundesdeutschen das wirklich?

One thought on “Kanzlerin Baerbock? Der grüne Vormarsch

  1. Diese Frau ist der Supergau schlechthin, Gott schütze Deutschland und uns vor solchen Menschen!

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