Jüdische Kritik an islamischer Massenmigration

Weitgehend von den Mainstream-Medien in Deutschland unbeachtet, wächst seitens jüdischer Stimmen die Kritik an der Migrationspolitik der Merkelregierung. Während allen Stellungnahmen des offiziösen „Zentralrats der Juden in Deutschland“ hoher Nachrichtenwert eingeräumt wird, gilt das offenbar nicht für andere jüdische Stimmen. SWG-aktuell dokumentiert deshalb einen Beitrag von Bernd Kallina dazu, erschienen im österreichischen Wochenmagazin „Zur Zeit“, Ausgabe 9/2021 vom 2. März.

„Unhaltbare Zustände!“

Jüdische Kritik an islamischer Massenmigration

In der Berliner Republik wurde das Jahr 2021 staatsoffiziell als „Jubiliäumsjahr 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ausgerufen und im Februar in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit einem Festakt in der Kölner Synagoge eröffnet. Dort nämlich, in der Rhein-Metropole, wurde 321 n. Chr. vom römischen Kaiser Konstantin ein Edikt ausgestellt, das erstmals jüdisches Leben auf deutschem Boden dokumentiert. Mit Hunderten von Veranstaltungen soll nun in diesem Jahr an die Geschichte und Bedeutung des Judentums in Deutschland erinnert werden.

Dass dabei die Schattenseiten der Jahrhunderte langen Ausgrenzung und Verfolgung von Juden – gipfelnd in der NS-Zeit – hervorgehobene Erwähnung finden, dafür sorgt die etablierte deutsche Gedenkkultur nach 1945 mit eingeübter Selbstverständlichkeit. Und so dürfen bei den offiziellen Ansprachen die Dauerhinweise auf einen erstarkenden Antisemitismus im Land der Dichter und Denker erwartungsgemäß nicht fehlen. Doch kommt der primär aus der rechtsextremen Ecke, wie es seit Jahrzehnten unisono tönt und auch im Jubiläumsjahr mantrahaft behauptet wird? Oder droht Gefahr für jüdisches Leben heute von einer ganz anderen Seite? Dazu gibt es interessante Stimmen deutscher Juden und aufrüttelnde Beiträge in oppositionellen jüdischen Publikationen…..

Dabei rücken insbesondere die desaströse Migrationspolitik der Berliner Merkel-Regierung und deren Konflikt-Folgen ins Zentrum einer harschen Kritik. Schon früh nach der gesetzwidrigen Grenzöffnung vom Herbst 2015 brachte z.B. der deutsch-jüdische Autor Henryk M. Broder die euphorische „Refuges-Welcome-Politik“ mit „Massen-Infantilisierung“ durch Realitätsverlust in Verbindung. Andere, weniger prominente Akteure, fanden in den Mainstream-Medien meist keinen gebotenen Widerhall. Zu ihnen gehört Vera Kosova, einer 1982 in Taschkent geborenen jüdischen Ärztin, 1998 als Kontingentflüchtling nach Deutschland eingewandert, und heute Vorsitzende der „Bundesvereinigung Juden in der AfD“ (JAfD). Sie stellt klar:

„Die größte Gefahr droht uns Juden von Islamisten“

„Die größte Gefahr droht uns Juden in Deutschland von den immer zahlreicheren Islamisten und nicht vom letzten Aufgebot weniger Rechtsextremisten oder gar von Rechts-Konservativen der AfD. Gerade letztere aber sind auf Grund ihrer vernünftigen Einstellung zur legalen und illegalen Masseneinwanderung aus islamischen Ländern unsere stärksten Verbündeten, und ausgerechnet die bekämpft der Zentralrat der Juden in Deutschland mit unlauteren Mitteln…..Das sind doch unhaltbare Zustände!“

Wach und sensibel geworden für die Problematik sei Kosova, als sie 2015 ihr erstes von inzwischen drei Kindern bekam und die Flüchtlingskrise erleben musste. Die ganze Hilflosigkeit der deutschen Bundesregierung und Politiker vieler EU-Länder, die ihre Grenzen nicht schützen konnten oder – schlimmer noch – nicht wollten, habe bei der jungen Mutter einen geradezu katastrophalen Eindruck hinterlassen. Sie fasst das Drama dieser Entwicklung so zusammen: „Machtverlust, Ahnungslosigkeit, Planungs- und Konzeptionslosigkeit, auch mutwilliges Treiben-Lassen“.

Die JAfD-Vorsitzende ist mit ihrer Negativ-Bilanz nicht alleine. Die Bloggerin Anabel Schunke stellt in der „Jüdischen Rundschau“ (Januar-Ausgabe 2021) im Hinblick auf skandalöse Vorfälle radikaler Islamisten in Berlin-Neuköln die berechtige Frage: „Wer schützt uns eigentlich vor den ‚Schutzsuchenden’?“ Beispielhaft für die offenkundige Fehlentwicklung der Merkel-Republik geht sie auf den Fall eines 2016 nach Deutschland gekommenen syrischen „Flüchtlings“ ein, der sich unbehelligt in den sozialen Medien als islamischer Hass- und Gewalt-Agitator betätigt – mit einer Million Followern! Mitten in der deutschen Hauptstadt verbrennt er unter Beifall von Passanten die Maske des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Mit dieser Geschmacklosigkeit reagierten Muslime in Europa auf die Enthauptung des französischen Lehrers Samuel Paty.

„Hätten wir noch einen funktionierenden, kritischen Journalismus, der dem Islamismus mit dem selben Engagement begegnet wie dem ‚Kampf gegen Rechts’“ leitet Schunke ihre Überlegung ein, um dann zu folgern: „Hätte man spätestens nach dem Boykott von Schweigeminuten für Samuel Paty an deutschen Schulen durch Muslime feststellen müssen, dass jedwede Integrationsbestrebungen der letzten Jahre für den Allerwertesten waren“. Begründung: „Weil sich das islamische Mindset auch in den nächsten 200 Jahren nicht mit den Werten einer Demokratie in Einklang bringen lassen wird.“

Wie sagte doch Bundespräsident Steinmeier auf der eingangs erwähnten Auftaktveranstaltung in Köln: „Unser Blick auf diese 1.700 Jahre Geschichte muss aber ein ehrlicher sein.“ Gerade aus patriotischer Sicht sollte das auch für die realen Bedrohungen jüdischen Lebens in Deutschland von heute gelten.

Bernd Kallina

2 thoughts on “Jüdische Kritik an islamischer Massenmigration

  1. Als langjähriger Freund und Unterstützer von Israel kann ich dem Beitrag vollstumfänglich
    zustimmen !

  2. Stimme dem absolut zu und frage mich immer wieder, warum Menschen in Deutschland das nicht erkennen. Besonders schlimm ist, dass es nicht einmal der Zentralrat der Juden ignoriert. Ich halte zwar nicht alles für sinnvoll was die AFD fordert, aber die grosse Linie mit der Kritik an der desaströsen Migrationspolitik der Regierung die undifferenzierte Klimahysterie, die Kritik an der unterwürfigen Europahörigkeit oder auch die pro Israelpolitik halte ich für absolut gut und richtig.

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