Parteigründung von „halb-rechts“? Mehr Fata Morgana als Realpolitik!

Eine neue Partei müsse her. Angesiedelt zwischen CDU/CSU und AfD, das Potential von bis zu 25 Prozent Wähleranteil dazu sei vorhanden. So das Ergebnis einer von Tichys Einblick in Auftrag gegebenen INSA-Umfrage. Doch die Überlegungen in diese Richtung entpuppen sich bei realpolitischen Betrachtungen als ein „Luftschloss“, wie der Chefredakteur der „Jungen Freiheit“, Dieter Stein, im folgenden Kommentar überzeugend begründet (aus JF 6/21, S.1).

Insa-Umfrage
Luftschloß einer neuen Partei
Dieter Stein

Wellen geschlagen hat am Wochenende eine von Tichys Einblick in Auftrag gegebene Insa-Umfrage. Danach könnten sich 25 Prozent der Befragten vorstellen, bei der Bundestagswahl eine Partei zu wählen, die sich zwischen CDU/CSU und AfD ansiedelt. Sieben Prozent würden sie „definitiv“ wählen, 18 Prozent „vielleicht“. Diese Umfrage befeuert Überlegungen bei unterschiedlichen Gruppen, noch vor der Bundestagswahl eine solche Formation vom Stapel zu lassen: ob Werteunion, einer Sammlung von Rest-Konservativen aus CDU und CSU, ob bei der einst von AfD-Gründer Bernd Lucke initiierten Absplittertung LKR oder bei Noch-AfD-Mitgliedern.

Erinnern wir uns: Die AfD erschien auch im Jahr einer Bundestagswahl, März 2013, mit einer aus allen Nähten platzenden ersten Veranstaltung in Oberursel mit rund 1.300 Zuhörern plötzlich auf der Bildfläche. Den Rest der Geschichte kennen wir. So ein Momentum kehrt nicht wieder.

Befeuert werden die Planspiele nicht zuletzt von einigen in der AfD, die des Kampfes müde sind sowie angesichts der drohenden Gesamtbeobachtung der AfD und aufgrund anderer Enttäuschungen auf gepackten Koffern sitzen. Einige aus der AfD ausgetretene Abgeordnete sind bereits ins Abklingbecken LKR gesprungen, als Einstieg in den Ausstieg aus der Politik. Engagement für die neue Partei existiert nicht. Das sind somit weltfremde Luftschlösser. Alle Absplitterungen der AfD gingen vorprogrammiert genauso unter wie ausnahmslos alle Versuche seit 1949, hierzulande eine Partei rechts der Union zu etablieren. Bis auf die AfD.

Die AfD ist unstreitig in existentieller Gefahr, weil ihr im Zuge zunehmender Repression und einem latent chaotischen und undisziplinierten Gesamtbild der Partei, nicht zuletzt einem Mangel an Führung, vernünftige und respektable Leute von der Fahne gehen oder schon gar nicht mehr eintreten. Nur werden sich die Intelligenteren unter ihnen nicht ausgerechnet einem neuen verkrachten Projekt von Verbitterten anschließen. Der Umgang mit einer Neugründung von Ex-AfDlern, die organisatorisch und finanziell bei Null anfangen darf, wird seitens der Medien und politischen Gegner genauso rücksichtslos und unfair sein wie gegenüber der AfD.

Die AfD ist die Marke für eine oppositionelle Kraft der rechten Mitte. Sie hat als einzige unverändert das Potential. Wird diese einmalige Chance verspielt, kehrt sie für unsere Generation nicht wieder. Es lastet also auf den politischen Akteuren eine historische Verantwortung, die aber nur zu wenigen durchgedrungen zu sein scheint. Die Insa-Umfrage kann allein dazu dienen, daß die AfD sich ihres Potentials besinnt. Die gemessenen 25 Prozent der Wähler muß sie eben durch ein gewinnenderes, überzeugenderes, sympathischeres Angebot erreichen. Das ist derzeit nicht der Fall.

6 thoughts on “Parteigründung von „halb-rechts“? Mehr Fata Morgana als Realpolitik!

  1. Das sind alles unausgegorene und haltlose Hirngespinste, die nur Verwirrung stiften sollen. Denn
    mit der AfD gibt es schon eine erfolgreiche Rechtsstaatpartei mit Alleinstellungsmerkmal !
    Außerdem ist definitiv KEINE Zeit mehr da, etwas anderes auf die Beine zu stellen und es ist nun
    mal so, die AfD ist die einzige und vor allem letzte Chance, daß Deutschland zum 3. Mal in eine
    zerstörerische, sozialistische und menschenfeindliche Diktatur abgleitet, die Zeit dafür läuft
    unerbittlich ab !

    1. Da sich die Entourage, der SED Nachfolger Groko,
      anschickte, lieber das Grundgesetz zu ändern, dann
      sämtliche Sozialstrukturen zu beseitigen, als
      einem eh nicht vorhandenen Volksauftrag zu
      bedienen, sollte das Volk den ursprünglichen
      Paragraphen 23 GG, wörtlich nehmen, und den
      Bundestag auflösen, sowie das Gebäude entkeimen.
      Die Republik, hatte sich seit 1918 niemals bewährt.
      Schon die Weimarer Republik, war auf Verderb aus-
      gerichtet, was die Volkswut in die Arme maßloser
      Vollstrecker trieb. Der Weg Bismarcks war für
      vierzig Jahre ein Garant blühendem Wohlstand.
      Nur leider Resteuropas ein Dorn im Auge. Heute
      relativieren Engländer / Franzosen, die deutsche
      Alleinschuld an 1914. Der Weltkrieg seit 1914 ist
      nie beendet, und deutsche Schuld daran seit 1945
      nicht mehr sichtbar! Wenn also Deutschland schuld
      war, warum ist seit 1945, kein Weltfriede?
      Die Zeit gebietet den Ausstieg Deutscher, aus der
      Republik Simulation, die ihrerseits Deutsche im
      eigenen Land, ausbootet!
      die „Wahlen“ dieser Pseudo-Republik, sind doch nur
      eine verlogene Show! in de die AfD regelmäßig, als
      CDU Placebo vorgeführt wird!

      1. Werter Tomas Vieth

        Danke, ein erstklassiger Beitrag, alles richtig, bin aber seit einiger Zeit zu der Erkenntnis
        gekommen, daß sich hier nichts mehr ändern läßt, es läuft alles so ab, wie in der Bibel
        vorhergesagt !
        Wer Interesse hat, schaue auf die Seite Janash.de, wo ein Markus Blietz kostenlose Vor-
        träge auf DvD anbietet, alles naturwissenschaftliche Vorträge, bei denen auch die Gegen-
        seite zu Wort kommt, jeder interessanter als der vorhergehende, habe alle 23 Vorträge
        bestellt und bin nicht enttäuscht worden, besonders die DvD „Der letzte Diktator“ ist
        äußerst aufschlußreich, man kann ihn auch einladen !
        Mit patriotischen Grüßen, Ralf Beez Ofw d. R.

        1. geachteter Patriot, Ofw. d. R. Ralf Beez!

          Wenn man die Bibel aufschlägt, kommt
          irgendwann die Passage von Thomas, dem
          Ungläubigen. Es bedarf keinerlei Instruktionen
          mehr, welche in Philosophien ausarten. Nach
          zehn Jahren, und Studium gefühlter einhundert
          Vortragsangebote,u. a. Wissensmanufaktur, ect.
          blieb die Frage der Zukunft, für Deutsche in
          Deutschland, stets unbeantwortet. Diesbezüglich
          und gerade hier bei SWG, hatte ich lange Wort-
          gefechte mit Prof. Dr. Dr. K.A. Schachtschneider.
          nach seinen vielen Vorträgen. Jene die
          es uns heute so richtig besorgen, sie kamen in
          Lumpen, und gingen mit dem Grundbucheintrag.
          (symbolisch gesehen) Es ist vierzig Jahre her,
          als ich zuletzt am Unterricht in einer BW-
          Akademie teilnahm. und für mich war der
          technische Zweig relevant. Nur das Hinterfragen
          habe ich nie verlernt. Und die Dozenten u. Profs.
          waren sehr sorgfältig. In Übereinstimmung mit
          meinen sonstigen Kommentaren, bitte ich um
          Verständnis dass mich nur noch Marschbefehle
          von der Tastatur ziehen, weil die Zeit, die Vorkomm-
          nisse, der §23GG, sowie mein Eid vor Hans Apel,
          ein finalen, wie mechanischen Schlussstrich,
          verbindlich einfordern.

          patriotische Grüße zurück,
          T. Vieth
          Veteran Jg.Btl. 172.

          1. Werter Kamerad Tomas Vieth
            Herzlichsten Dank und ein aufrichtiges Vergelt´s Gott in allerdeutlichst verschärfter Form für Ihre freundliche Replik.
            Ralf Beez Pz.Gren.Btl 122 in Oberviechtach

    2. Am Rande:

      Die AfD ist eine der wenigen Parteien, welche als
      unbelastet, sofort eine Parteizulassung erhält.
      Nachdem dem Grundgesetz, auf mechanischem
      Wege, wieder Raum und Geltung verschafft wurde!

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